JOHANNES S. SISTERMANNS

Profil
- Beruf: Komponist und Klangkünstler
- Staatsangehörigkeit: Deutsch
- Wohnort: Bornheim

- Website

Beitrag bei Subkulinaria 
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Reis und Wasser, KlangPlastik, 2008.

Reis und Wasser

Durch das kontinuierliche Kochen von Reis in mehreren Reiskochern wird im dritten Brückenraum zur Deutzer Seite hin der fade Duft von Reis etabliert.

Auf Raumteile, z. B. die Eingangstür aus Eisen und Stabilisierungseisen des seitlich durchlaufenden Rohres,  wird eine Komposition übertragen. Die in ihre Eigenschwingung versetzte Raumteile sind Resonanzkörper für eine Komposition hauptsächlich aus dem Klang von trockenen, ungekochten Reiskörnern. Der Klang von Reis, wenn er geschüttet, in einer Kugel gedreht wird. Und, wenn er gekocht wird. Und, wenn Holzstäbchen auf Reisschalen percussiv spielen. Und, wenn sie sich verirren, auf bronzenen Tempelglocken und kochenden Reiskochern tanzen.

Reis ist ein Süßgras, das singen kann, zwischen zwei Daumen gespannt. „Reis ist eine der wichtigsten Nutzpflanzen der Erde: Für mehr als die Hälfte der Weltbevölkerung stellt er das Hauptnahrungsmittel dar.“



Johannes S. Sistermanns

Johannes S. Sistermanns  (*1955, Köln) realisiert seine Kompositionen in Elektroakustik (4 - 8kanaliger Raum), Neues Musiktheater, KlangPlastik, Hörstück, Performance sowie BildKlang StadtRaum.

Er wurde in ‚The Tao of Voice’-Methode von Prof. Stephen Cheng, New York unterrichtet und nahm Unterricht in klassischem nordindischen Gesang (B.H.U. Benares/Calcutta). 1976-84 Studium an der Musikhochschule Köln, u.a. Neues Musiktheater bei Mauricio Kagel. Holmrike Leiser, Klaus Runze. Promotion 1989 in Musikwissenschaft. Vorlesungen, längere Stipendienaufenthalte und Aufführungen in VR China, Japan, Australien, USA und Europa. Ausstellungen + Aufführungen bei internationalen Festivals (u. a. Knitting Factory New York 1995, Donaueschinger Musiktage 1996/1999/2005, Melbourne Festival '97, EXPO 2000 Hannover, Adelaide Festival 2000, Theater der Welt Duisburg 2002, Conceptualisms Akademie der Künste Berlin, Turning Sounds Warschau 2005, 20. Dresdner Tage für zeitgenössische Musik 2006, ISCM world new music festival 2006, Stuttgart, 1. Intern. Shanghai Electroacoustic Music 2006, INVENTIONEN Berlin 2008) sowie Radiostationen (WDR Köln ‚Studio Akustische Kunst’, SWR, DLR, HR, RBB, SR, ABC Radio Sydney „The Listening Room“, Kunstradio ORF Wien). Zahlreiche Stipendien (u. a. Konrad-Adenauer-Stiftung Berlin, The Japan Foundation Tokyo, Heinrich-Strobel-Stiftung Freiburg, Filmstiftung NRW, Kunststiftung NRW, Kultusministerium NRW Düsseldorf, Artist-in-Residence CACSA Adelaide Australien, Composer-in-Residence VICC  Visby/Gotland, EMS Stockholm/Schweden, ZKM Karlsruhe) sowie Preise (u.a. 1995 ’Zeitgleich’ Kompositionspreis ORF Radio + TRANSIT Innsbruck, 1997 Karl-Sczuka-Förderpreis SWR Baden-Baden,  2003 2. Preis ‚Gedenkstätte’-Wettbewerb Diakonie Kehl (KlangPlastik), Deutscher Klangkunst-Preis 2008  WDR, Skuplturenmuseum Marl, Initiative Hören.

2004/2006 ist er Dozent bei den ‚Internationalen Ferienkursen Darmstadt’.



Bildmaterial

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