GREGOR LAWATSCH

Profil
- Beruf: Schauspieler und Theaterauthor
- Staatsangehörigkeit: Deutsch
- Wohnort:
Köln und Dienstborstel/Niedersachsen
- Website

Beitrag bei Subkulinaria 
-
Friss mich, bitte bitte , friss mich, satirisches Theaterstück.

Kontakt

Gregor Lawatsch + Anne Schulz
Simon-Meister-Str. 38,
50733 Köln
Tel. 0221 - 73 77 23

Bildmaterial

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FRISS MICH, bitte bitte, FRISS MICH

Wie existieren wir im neuen Lebensgefühl zwischen Klimakatastrophe und Genfood? Darüber erzählt Gregor Lawatsch im Schweinefieber – das ist Ökoprop: Satirisch, schmerzhaft, lachgefährlich und sehr empfindlich deutsch.

Ein Mann spürt: Etwas wächst in mir, etwas Neues, das lebt, mich verändert, etwas mit Klauen und Borsten, großen Ohren, riesigem Rüssel, das Gewalt über mich hat. Hilfe, aus mir wird ein Schwein!

Wir zeigen Harry, die Wehrwutz, den ersten Bundesbürger, der mutiert.

Bei Vollmond erwischt es Harry: eine unstillbare Fresslust treibt ihn, Kühlschränke zu knacken, Mülltonnen anzufallen, die Vorgärten der Stadt umzuwühlen und Supermärkte auszuplündern. Doch er wird nicht satt und wird nicht satt, nichts kann ihn stoppen.
Er beginnt, die Rangordnung im Betrieb neu auszukämpfen, scheißt vor seine Bürotür, um sein Territorium abzugrenzen und mit jeder Frau will er, wenn sie gut riecht, eine Rotte bilden. Kein Therapeut kann helfen, kein Arzt die Ursache finden, kein Medikament verschafft Linderung. Die Anfälle kommen wieder, immer wieder, immer wieder. Ein Schwanz tritt ihm aus, nur glücklich entkommt er dem Schlachthof, dort hat er eine Affäre mit einer kleinen Mastsau der deutschen Landrasse und seine Frau verlässt ihn schockverwirrt. 
Langsam kippt Harry über die Artenschranke in eine neue, chimärenhafte Zukunft. Aber das Schwein in Harry will mehr, es will sein, wie er.

Doch der Mensch in Harry erkennt: Wir leben in großen Zeiten, es gibt mehr zwischen Himmel und Erde als wir verdrängen können, alles ist in Bewegung und irgendwann bricht irgendwas in jedem aus.

In einem bizarren Spiel zwischen Sein und Unterbewusstsein gelingt Harry ein Triumph menschlicher Anpassungsfähigkeit. Nach dem Motto: „Nicht die Verhältnisse ändern, sondern die Opfer anpassen“, endet er als Schwein da, wo er als Mensch versagt hat:
AUF DER HÖHE DER ZEIT.

FRISS MICH, bitte bitte, FRISS MICH – eine orale Publikumssensibilisierung von phantastischer Aktualität.

Sie erfahren: Was ist ein Duldungsreflex, warum auch Männer im Patriarchat nicht glücklich werden, war Adam ein Wichser oder was will die Gentechnik wirklich; was sind Eigenbestandsbesamer und wie werden Fleischkörper produziert; welche Träume haben Schweine in der Massentierhaltung und warum schrumpft ein Deutscher nach der Einheit trotzdem weiter; wie wäre die Geschichte verlaufen, wenn wir einen Rüssel gehabt hätten; was schwimmt in unseren Kaffeetassen, was bedeutet der fehlende Schließmuskel unseres Gehirns und was sagt das Ei zur Spermie, bevor es sie erwischt.FRISS MICH, bitte bitte, FRISS MICH von Gregor Lawatsch – das ist  Komik, die mit allen Abwässern gewaschen ist.



Gregor Lawatsch: Biografische Informationen

Auszeichnungen und Aufzeichnungen